Freelap
Mehr Spass beim Training, dank den präzisen Zeitmessgeräten von Freelap
Mehr Spass beim Training, dank den präzisen Zeitmessgeräten von Freelap
«Set» hallt es aus einem Lautsprecher, kurz darauf folgt ein leiser Knall. Manuel, Mitarbeiter in der Produktion von Freelap, testet gerade den Ton der frisch produzierten Zeitmessgeräte. «Bei jedem Gerät wird am Schluss noch der Ton überprüft», erklärt Gründer und Firmeninhaber Jean-Pierre Baumann. In seiner Firma Freelap produziert der 69-Jährige zusammen mit seinem Team präzise und einfach einsetzbare Zeitmessgeräte für verschiedene Sportarten – und das zu erschwinglichen Preisen. «Es gibt viele andere Anbieter von Zeitmessgeräten auf dem Markt. Aber die meisten davon sind sehr teuer. Unsere sind vergleichsweise günstig, damit sich auch kleinere Sportclubs ein Zeitmesssystem leisten können», erklärt Jean-Pierre. Seine Geräte kommen für Trainingszwecke auf der ganzen Welt zum Einsatz. Mehrheitlich in der Leichtathletik, aber zum Beispiel auch beim Mountainbiken, Skifahren und seit neustem auch beim Schwimmen. «Die Idee von Freelap ist, Zeitmessgeräte für Sportarten zu entwickeln, bei denen der Sportler selbst keine Möglichkeit hat, eigenständig die Zeit zu stoppen», sagt Jean-Pierre. Seinen ersten Prototyp entwickelte er im Jahr 2002 für den Reitsport. In der Zeit wurden hauptsächlich teure Lichtschranken- und Lasersysteme für die Zeitmessung eingesetzt. «Für den Reitsport war diese Art von Zeitmessung nicht ideal. Deshalb entwickelte ich ein System, das auf elektromagnetischen Transpondern basiert. Der erste Prototyp war relativ schwer, für das Pferd fiel das aber nicht so ins Gewicht», erzählt Jean-Pierre.
Bereits lange bevor Jean-Pierre seine Firma Freelap im Jahr 2002 gründete, mischte er mit seinen Erfindungen die Sportwelt auf. Als junger Erwachsener Anfang 20 trat er dem Leichtathletikclub CEP Cortaillod bei. «Beim Auswahlverfahren lief ich in zwölf Minuten 1800 Meter. Das war nicht besonders gut», lacht Jean-Pierre. Doch eines fiel ihm bei seinen Trainingskollegen schnell auf: «Alle hielten sich beim Trainieren immer wieder den Finger an den Hals. So haben sie ihre Herzschläge gemessen», sagt Jean-Pierre. Dem gelernten Elektroingenieur war schnell klar, dass das auch ein Gerät übernehmen könnte. Er tüftelte, zeichnete, plante und entwickelte schlussendlich den weltweit ersten Herzfrequenzmesser mit Aufzeichnung. Schweizer Sportlegenden wie Alain Sutter, Georges Bregy oder Tony Rominger testeten seine Geräte. Die erste Firma, die Jean-Pierre während dieser Zeit mit einem Jugendfreund gründete, verkauft er dann 1995 an die weltweit bekannte finnische Uhrenmarke Polar. «Polar kam auf uns zu und meinte, dass sie an unseren Produkten, ja sogar an unserer Firma interessiert seien. Wir fanden, dass ist der richtige Zeitpunkt, um etwas Neues zu wagen und wir verkauften», sagt Jean-Pierre. Sieben Jahre arbeitete Jean-Pierre anschliessend bei Polar, bis ihn der Tüftlergeist wieder packte und er mit Freelap ein neues Kapitel startete.
Jury-Mitglied Jean-Paul Lachat
Die Produkte von Freelap entstehen allesamt in Fleurier selbst, im Gebäude einer ehemaligen Uhrenfabrik. Insgesamt sieben Angestellte kümmern sich hier um die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb. Zurzeit wird an einem neuen Prototyp für den Schwimmsport gefeilt. «Im Schwimmsport sehen wir sehr grosses Potential. Alle Systeme, die es auf dem Markt gibt, sind sehr teuer und für kleinere Schwimmclubs nicht erschwinglich», erklärt Jean-Pierre. Ihr Zeitmesssystem soll deutlich weniger kosten, ohne an Präzision einzubüssen. Damit ihre Produkte aber auch tatsächlich in der Praxis etwas taugen, testen Jean-Pierre und sein Team die Messsysteme regelmässig mit Sportclubs. In diesem Fall mit dem Schwimmclub Red Fish aus Neuchâtel, dessen Schwimmequipe und Trainer zum neusten Prototyp Feedback geben können. «Für mich als Trainer ist dieses Zeitsystem genial», sagt Julien Delestrée, Trainer bei Red Fish. «Mit dieser präzisen Zeitmessung kann ich die Schwimmerinnen und Schwimmer viel besser auf Wettkämpfe vorbereiten. Und das Schönste an der ganzen Sache ist: Ich merke, dass die Athletinnen und Athleten noch mehr Spass beim Training haben».